Velo-city 2024 - wir waren dabei!
Velo-city 2024 - Gent
Vom 18.06.2024 bis zum 21.06.2024 fand in Gent die Velo-city 2024 statt. Die Velo-city ist die jährliche Veranstaltung der European Cyclists' Federation und wird jedes Jahr in Zusammenarbeit mit einer anderen Stadt organisiert. Ziel ist es, die wichtige Rolle des Fahrrads als nachhaltiges und gesundes Verkehrsmittel für alle zu zeigen. Die Besucher und Besucherinnen der Velo-city nennen sich Velo-citizens. Dieses Jahr in Gent waren es 1.600 Personen aus über 60 Ländern. Auf der Messe selbst gab es eine Auswahl von über 80 Sessions, die man sich anhören konnte. Außerdem gab es während der vier Tage Networking Drinks, technische Fahrradtouren und eine fantastische Abschlussveranstaltung. Das waren unsere Highlights:
- Die Velo-city hatte ihr eigenes Mobilitätsmanagement. Innerhalb des Messe Geländes würde ein Fahrradparkplatz geschaffen!
- Die Velo-city wurde mit einem Radrennen auf der Radrennbahn des Evenvenues ‘t Kuipke eröffnet. Die Tandemfahrer Lieven Desomviele und Milan Thomas traten in einem Rennen über 10 Runden gegen Mathias Lefeber an.
- Bei emotional aufgeladenen Diskussionen bezüglich des Radverkehrs funktionieren rationale Argumente oft nicht. Wenn wir Straßenräume zugunsten des Radverkehrs verändern wollen, müssen wir die Menschen in den Mittelpunkt stellen und sie spüren lassen, wie sich Veränderungen für sie anfühlen, z.B. durch temporäre Umbauten und Reallabore.
- Beim Radfahren kann die Fragmentierung der Radinfrastruktur das Raderlebnis insgesamt zerstören. Oft scheitert es an Knotenpunkten. Bei der Gestaltung von Knotenpunkten für den Radverkehr steht die Sicherheit an erster Stelle. Darüber hinaus muss der Verkehrsfluss für Radfahrer:innen und andere Verkehrsteilnehmer:innen gewährleistet sein.
- Frauen haben in ihrem Alltag oft mehr Betreuungspflichten und andere Pendelwege, denen die derzeitige Infrastruktur nicht gerecht wird. Diese "benachteiligten Gruppen" sollten stattdessen zu Schwerpunktgruppen werden. Da ist nicht nur das Design, sondern auch die Semantik ist wichtig.
- Wir sollten den Modal Split über einen längeren Zeitraum hinweg betrachten und nicht nur an einem Tag. Es geht um die Kombination von Verkehrsmittel und wie wir den Mix der gewählten Verkehrsmittel weiter diversifizieren können, vor allem in die Richtung aktiver Mobilität. Es ist nicht möglich, Menschen von einem Extrem zum anderen zu bringen. Es sollte sich nicht um eine „Mobilitätsdiät“ handeln, sondern um einen multimodalen „Mobilitätslebensstil“, den wir für den Rest unseres Lebens beibehalten sollten.
Zum Abschluss wurde die Velo-city 2024 unserer Meinung nach noch mit den tollen Worten zusammengefasst: Radfahren sollte nicht für die Elite, sondern für jeden zugänglich sein. Viele würden sich sofort aufs Fahrrad schwingen, wenn sie nicht gegen den Autoverkehr ankämpfen müssten.
Impressionen der Velo-city in Gent:
Überdachtes Fahrradparken der Velo-city
Eröffnungsradrennen im Velodrom
Die Velo-city Fahrradbühne
Ergebnis des Workkshops "Designing Streets for Cycling - a practical workshop"
Kennlernübung: Zeichnen eines Rades ohne den Stift abzusetzen in der Gruppe - Networking for young professionals
Ein Rad mit vorhandenen Hilfsmitteln aus dem Raum nachbauen - Networking for young professionals
Abschluss-Event Velo-city 2024
Modalfilter in Flandern, Belgien 
Après Fiets Party nach der Bike-Parade
Eingangshalle der Messe